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Routen 2018-04-16T12:14:28+00:00

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Man könnte fast meinen, dass Jesolo zumindest in puncto Tourismus gewissermaßen “Tochter” von Venedig sei, auch wenn das nicht immer so gewesen ist. In den Jahrbüchern der Geschichte ist Jesolo der Lagunenstadt nämlich zuvorgekommen und hat beachtlich zu ihrer Bildung beigetragen.
Wie mehrere archäologische Fundstücke in der Zone beweisen, wurde Jesolo zur Zeit des römischen Kaiserreichs als Vicus (Dorf) auf einer Insel in der Nähe der Piave- Mündung gegründet: Das Dorf gehörte zu einer der zahlreichen Etappen, wo die Handelsschiffe Halt machten, um sich vor den starken Winden (insbesondere der Bora) und Stürmen auf dem langen Seeweg von Ravenna zu schützen. In Ravenna befand sich nämlich der Hafen, wo das Getreide von der achten augusteischen Provinz (Aemilia) zur großen Stadtfestung von Aquileia verladen wurde, dem Bollwerk der Ostgrenzen von Rom. Equilo, von Equus (Stadt der Pferde) und nach den Umschriften auch Equilio, später Esulo, Lesulo, Jexulo, Jexollo, Jesolum wurde einer der blühendsten Häfen der gesamten Lagune. Nachdem das Römische Kaiserreich gefallen war, bildeten Jesolo und die anderen Städte der venetischen Trichtermündung, die ohne politische Führung geblieben waren, ein Bündnis mit selbstständiger Regierung, die vom legendären Paoluccio Anafesto, dem ersten Dogen geführt wurde und zwar mit Civitas Nova (Eraclea) als Hauptstadt, die im geographischen Zentrum der Comune Venetiarum lag. Die Einwohner von Jesolo litten allerdings schwerlich darunter, dass die Regierung ihren Sitz in Eraclea hatte, da sie wussten, dass die Ursprünge Ihrer Stadt bedeutender waren. Um das Jahr Tausend war Jesolo Bischofssitz und zählte gut 42 Kirchen, zahlreiche Kloster und besaß große Reichtümer, die vor allem der Salzgewinnung zu verdanken waren.

Venedig und die Inseln

Burano
Vom Landungssteg der ACTV geht der Rundgang am nordöstlichen Ufer der Insel im Uhrzeigersinn durch Gassen und Gässchen.

Mazzorbo
Nach der Verbindungsbrücke mit Burano wird der Inselrundgang nach links fortgesetzt und geht dabei an der historischen Kirche S. Caterina vorbei.

Torcello
Vom Anlegeplatz der ACTV führt der Rundgang bis zur Basilika, mit kurzem Abstecher in die dahinterliegende Naturlandschaft.

Gesamtlänge: 6 km
Dauer der Strecke: auf Grund der Sehenswürdigkeiten erfordert der Ausflug einen ganzen Tag.
Wegenetz:  Mit Ausnahme einer kurzen Strecke in Torcello, wird die gesamte Strecke auf gepflasterten Dämmen zurückgelegt.

Ein Ausflug von folkloristisch, landschaftlich und künstlerisch bemerkenswertem Interesse, bei dem die kurze Strecke durch erstaunlich viele interessante Sehenswürdigkeiten und beeindruckende Momente wettgemacht wird. Dem Besucher offenbart sich das historische, künstlerische und volkstümliche Gemüt der nördlichen Lagune mit vielseitigen und widersprüchlichen Aspekten ihrer gegenwärtigen Realität. Ein Erlebnis, das man einen ganzen Tag lang ohne Eile und mit zur Entdeckung geneigtem Gemüt auskosten sollte, da die Schönheit und die adligen Zeichen der Geschichte, von denen dieser Teil der Lagune Schauplatz war wirklich erstaunlich sind.

Burano

Burano ist von der Ricevitoria in Treporti mit den Dampfbooten des öffentlichen Verkehrsunternehmens ACTV erreichbar. Mit den gleichen Verkehrsmitteln werden auch Transfers nach Torcello durchgeführt.

Sant’Erasmo: In diesem Jahr gibt es etwas Neues in Sant’Erasmo, besser noch: etwas Altes! Der mächtige, alte Torre Massimiliana, der am kleinen Strand vom ‚Bacan‘ emporragt, wo die Venezianer traditionsgemäß zum Baden gehen und Abstecher ins Grüne machen, ist nun keine berühmte Ruine des österreichischen Militärbaus mehr (19. Jh.), sondern ein imposanter Bau, der das alte Gebiet entlang der ‚Feuerlinie‘, welche die Lagune beschützte wieder aufleben lässt.
Benannt nach dem Erzherzog Maximillian von Österreich, der hier in einem Moment der starken Aufruhr im Jahre 1848 Zuflucht fand, wurde der Turm nach dem Plan der Architekten Carlo Cappai und Maria Alessandra Segantini aufwendig saniert und von der Gewässeraufsichtsbehörde von Venedig trocken gelegt.
Die Restaurierung wurde im Rahmen der Arbeiten zum Schutz vor dem Hochwasser und der urbanistischen Umstellung realisiert.
Nach vielen Jahren der fortschreitenden Verwahrlosung und Verwitterung hat die grüne Insel des Gemüse- und Weinanbaus ihr wichtiges Monument wiedererlangt.

Der Torre Massimiliana in Sant’Erasmo
Von militärischer Anwendung befreit, wurde der Torre Massimiliana von der Gewässeraufsichtsbehörde von Venedig an die Stadt und die Insel zurückerstattet.

Spaziergang in Sant’Erasmo
Derselbe Strand, oder besser der ‚Bacàn‘, zieht nun Nutzen aus den Resultaten der Restaurierung, die den Teil der Insel einbezogen hat, der seit Jahrhunderten mit San Francesco del Deserto und Burano auf der einen Seite und mit Treporti und Punta Sabbioni auf der anderen Seite dialogisiert: es handelt sich um einen Ort ohne Massentourismus, der vorwiegend von Einheimischen besucht wird. Vom schmalen Sandstrand, der für die Sonnenbräune im Familienkreis bestimmt ist, sieht man nun den mächtigen Turm in der Landschaft stehen, während er Stunde für Stunde seine Farbe wechselt: insbesondere beim Morgengrauen und beim Sonnenuntergang schimmert er rötlich, als wolle er ankündigen, dass ihn die Gegenwart von den Geschützen befreit hat und zur historischen und menschlichen Erinnerung (die Generationen, ihre Arbeit, dort ringsherum) in ein Zentrum verwandelt hat, damit die Inselbewohner und Besucher ihn besichtigen können.
Wer ihn gerne als Museum der nördlichen Lagune hätte, denkt an einen Akt der Liebe.

Bicinbarca (Fahrrad & Boot)

Zu den Inseln kommt man mit den Fährverbindungen der Actv und von April bis September kann man dank der Initiative ‚Bicinbarca‘ sogar sein Fahrrad mitnehmen. Eine Linie fährt von San Giuliano
(am Stadtrand von Mestre) bis nach Sant’Erasmo und zum Lido. Eine andere Linie (Ferryboat)
fährt dagegen vom Tronchetto zum Lido und nach Punta Sabbioni.

Pellestrina

Diese schmale Insel erstreckt sich mit einer Länge von 11 km zwischen Meer und Lagune und wird vor der Wucht der Wellen durch eine der gewaltigsten Verteidigungsmauern auf See geschützt: die so genannte Murazzi wurde von der Serenissima im 18. Jh. realisiert um ihre Stadt zu retten.
Die zur Lagune senkrecht abfallende Steinschüttung wurde mit istrischen Steinblöcken gebaut, die für eine Strecke von ungefähr 20 km in grober Form bearbeitet wurden und zwar zwischen jenen Küsten, die als natürlicher Schutz der künstlerischen, kulturellen und wirtschaftlichen Schätze gelten, die das eigentliche Herz in Venedig haben.
Die derart “gefeite” Küste bewacht die winzigen Fischerorte, die mit ihren unzähligen Klängen, Reizen und Schallen auf die trüben Gewässer der Lagune blicken.

San Pietro in VoltaPortosecco (ein antiker Hafen, der heute mit Sand bedeckt ist), die carizzada von San Antonio und Pellestrina.
Der leicht erreichbare Lido von Pellestrina erstreckt sich vom Hafen von Malamocco zu dem von Chioggia. Der Name stammt möglicherweise von den Fosse Filistine aus dem 3. Jahrhundert, die ausgehoben wurden, um den Fluss Adige mit den Lagunengebieten der Adria zu verbinden. Die Insel bevölkerte sich infolge der Flucht von den Bewohnern aus dem Hinterland, die von den einfallenden Langobarden bedroht wurden. Auf Grund der geografischen Lage, blieb sie allerdings vom “blutigen Krieg von Chioggia‘ zwischen Venedig und Genua nicht verschont, den die Serenissima im Jahre 1379 gewann.
Mit vielen Gemüsegärten und kleinen bunten Häusern ist die Insel geradezu eine Perle der Natur und des Menschenverstands, ein Ort mit vielen Reizen, wo die Beziehung zwischen Mensch und Lagune noch eng verknüpft ist. In diesem zerbrechlichen Ökosystem ist man noch heute sehr aktiv: Jagd, Fischfang, Landwirtschaft und Tourismus. Obgleich in sehr verringerter Zahl, kommt es daher nicht von ungefähr, dass die Spitzenklöpplerinnen sich an der Haustür versammeln, um auf dem Klöppelkissen die hüpfenden Klöppelspitzen anzufertigen, umgeben von den intensiven und vergessenen Düften, an einer Lagunenpromenade, von der man spektakuläre Sonnenuntergänge bewundern kann.
Hier hat das ländliche Leben nicht nur die typischen Eigenschaften einer Insel, sondern auch sehr alte Wurzeln und die Bevölkerung bewahrt die venezianische Eigentümlichkeit, die anderswo immer mehr verblasst.

Und genau von diesen Besonderheiten kann der Besucher ausgehen und wunderschöne Radtouren unternehmen, möglicherweise gegen Abend, wenn die Sonne untergeht und es so scheint als würde sie Dir von der Wasseroberfläche zublinzeln. Das Schöne ist, dass man die Strecke ganz nach eigenem Belieben entdecken kann, weil sie dem Besucher überall erstaunliche Eindrücke hinterlässt, ganz gleich ob man eine Rast auf dem Damm einlegt, die Hauptgerade weiterfährt, oder die Abschweifung zwischen den Gassen und entlang der Strecke mit Blick auf die Lagune nimmt. Nachdem man den Friedhof von Pellestrina hinter sich gelassen hat, radelt man für ungefähr einen Kilometer entlang der mächtigen Murazzi (Mauer) ein paar Meter vom Meer entfernt bis zum Lido von Ca‘ Roman, der grünen Lunge der Insel, die sich auf einer Fläche von ca. 40 ha zwischen Strand, Dünen und Wald ausbreitet. Dieses Gebiet gilt als letzter Schlupfwinkel für viele Tier- und Pflanzenarten: ein Pinienwald, der unter Naturschutz steht und in eine Naturoase von ökologisch grossem Interesse verwandelt wurde, ein Aufenthaltsort insbesondere für zwei Vogelarten – den Seeregenpfeifer und die Zwergseeschwalbe – die in Ca‘ Roman ihr ideales Habitat gefunden haben.

Die Sandbänke der nördlichen Lagune
Normalerweise nehmen Sandbänke als Flächen mit einem leicht erhöhten Rand und einer Vertiefung im Zentrum Gestalt an, durch die kleine Kanälen erosiven Ursprungs, die so genannten ‚ghebi‘ fließen.
Durch die sehr salzigen Böden und die feste Erde der Sandbänke kommt in den tiefen Teilen keine Luft durch: aus diesem Grund erreichen die Pflanzen auch nie eine erhebliche Höhe. Die Vegetation der Sandbänke zeigt sich annähernd homogen und ist vom Salzgehalt des Bodens abhängig.
An den Rändern der Sandbänke finden wir in den Bereichen, die Ebbe und Flut am meisten ausgesetzt sind das Schlickgras (Spartina maritima). Dieses Gras bestimmt oftmals eine Erhöhung der Böden und führt zur Verbreitung von anderen Pflanzenarten und daher zur Entwicklung der “velme”, wobei es sich um Flächen handelt, die nur periodisch bei Ebbe auftauchen.
Besonders verbreitet ist der venetische Queller (Salicornia veneta), eine Pflanze, die gegen Schwankungen des Salzgehalt sehr widerstandsfähig ist. Mit diesen Pflanzen wechseln sich anderen Arten ab, wie beispielsweise der Salzschwaden (Puccinellia palustris), der Strandflieder (Limonium serotinum), der strauchige Queller (Arthrocnemum fruticosum), die Strand-Aster (Aster tripolium), das Salzkraut (Salsola soda) und noch viele mehr. Auf den weniger salzigen Böden wird die Vegetation in der Nähe von Brack- oder Süßwasser vom Vorhandensein der Binsen charakterisiert (Juncus acutus, Juncus maritimus).

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